Dr. Bollinger zu planlosem Investor:
Verkauf neu aufsetzen!

„Nachdem die Landesregierung sich bei dem versuchten Verkauf des Flughafens Frankfurt-Hahn bis auf die Knochen blamiert hat, möchte sie nun offensichtlich den nächsten Skandal mit aller Kraft erzwingen“, erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion Dr. Jan Bollinger. Nach dem Abbruch der Verhandlungen mit dem chinesischen Investor Shanghai Yiqian Trading (SYT) wurde die ehemalige Wohnsiedlung für die amerikanischen Soldaten am Flughafen Hahn, die sogenannte Housing, samt Grundstück in einer Nacht-und-Nebel-Aktion an den Investor ADC veräußert – einen der verbleibenden Bieter für den Gesamtflughafen, der mit dem Erwerb des Teilstücks automatisch auf Nr. 1 der kurzen Liste vorrückt. Ein maßgeblicher Entscheidungsträger bei ADC ist Siegfried Englert, ehemaliger SPD-Staatssekretär im Wirtschaftsministerium. In einem Interview mit dem Volksfreund sagt der neue Besitzer der Housing auf die Frage, ob nun auch der Flughafen erworben werden soll: „Ja. Aber das geht nicht so schnell. Wir brauchen mindestens noch ein Vierteljahr, bis wir ein realistisches Konzept für den Hahn haben.“ Der Investor hatte also ein Kaufangebot abgegeben, ohne ein irgendwie geartetes Konzept zu haben.

„Warum wurde der Landtag beim Verkauf der Housing nicht einbezogen? Was ist das für ein Investor, der einfach mal einen Flughafen kaufen möchte, ohne ein Konzept zu haben?“, fragt Dr. Bollinger. „Mit dem erst mittelfristig verfügbaren Geschäftskonzept entfällt jeder Grund für eine Fortsetzung dieses missglückten Verkaufsverfahrens. Die unverantwortlichen Hauruck–Aktionen kosten uns Geld, schädigen den Ruf des Landes und schaden unserer Wirtschaft. Frau Dreyer (SPD) und Herr Lewentz (SPD) sollten ihre egoistischen Motive ausblenden, die Konsequenzen ziehen und endlich zurücktreten. Zum missratenen Verkaufsprozess muss ein Untersuchungsausschuss eingerichtet und ein neuer Verkaufsprozess ordentlich aufgesetzt werden, bei dem die ADC gerne ein überzeugendes Geschäftskonzept vorlegen kann.“

Dr. Jan Bollinger, Mitglied des Landtages und Kreisvorsitzender der AfD Neuwied