Paul (AfD): Erdogan-Anhänger bringen innertürkischen Konflikt nach Deutschland

Während des Putsches gingen 3.000 Türken für Erdogan in Berlin, Frankfurt und in anderen deutschen Großstädten auf die Straßen. Sie schwenkten türkische Nationalflaggen und skandierten auf Türkisch „Türkei, Türkei!“. Die selbsternannte „Kopftuch-Juristin“ und Erdogan-Anhängerin, Betül Ulusoy, schreibt auf „Facebook“, dass dieser Putsch etwas Gutes habe, da man in der Türkei etwas Schmutz reinigen könne. Mit Schmutz meint Erdogan-Freundin Ulusoy offensichtlich Menschen. Zudem rufen Erdogan-Anhänger in Deutschland verstärkt dazu auf, politische Gegner bei türkischen Behörden zu denunzieren.

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Joachim Paul

Angesichts der Demonstrationen und dieser Reaktionen auf den gescheiterten Putschversuch in der Türkei, stellt Joachim Paul, zweiter stellvertretender Landesvorsitzender, fest:

„Die Reaktionen der in Deutschland lebenden Türken auf die jüngsten Ereignisse in der Türkei sind besorgniserregend und rücken die Einwanderungspolitik der Altparteien ins Zwielicht. Es fällt auf, dass fast alle Personen, die von den Medien zum Putschversuch befragt wurden, sich selbst als Türken verstehen und nicht als Deutsche. Zum Umsturzversuch sind viele der Meinung, er verbinde die Türken in Deutschland noch enger. Auch zeigt sich, dass die Vereinfachung der Einbürgerung entgegen aller Behauptungen der Altparteien bei einem großen Teil der hier lebenden Türken nicht zu einer besseren Integration geführt hat. Selbst diejenigen, die in Deutschland geboren wurden, fühlen sich schlicht als Türken. Viele davon sind Anhänger Erdogans, unterstützen seine Politik und fallen nun durch Aggressivität auf.“

„Das Mobilisierungspotential der Erdogan-Anhänger in Deutschland ist offenkundig riesig. Mit der Feindschaft von Erdogan-Gegnern und Erdogan-Anhängern existiert ein gefährlicher Importkonflikt in Deutschland, der unsere Innere Sicherheit stark gefährden kann. Wenn zum Beispiel Erdogan die Todesstrafe in der Türkei wirklich wieder einführen sollte und die Bundesregierung Sanktionen gegen die Türkei beschließt, gehen Erdogan-Gegner möglicherweise gegen Erdogan-Anhänger auf unseren Straßen aufeinander los. Die Bundesregierung muss deutlicher als bislang auf diese Entwicklung reagieren. Die Bundesrepublik darf nicht zur Arena innertürkischer Konflikte werden.“

 

Mainz, den 20. Juli 2016

Dr. Jan Bollinger, MdL
Landesvorstand und Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit AfD Rheinland-Pfalz, Kreisvorsitzender der AfD Neuwied

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