Auf dem Hambacher Schloss wird am Sonntag ein wichtiges Jubiläum gefeiert. Vor genau 185 Jahren wurde die damalige Schlossruine zum Schauplatz des Hambacher Fests, der bis dahin größten politischen Massenveranstaltung in Deutschland. Etwa 30.000 Männer und Frauen aus den deutschen Bundesstaaten, aus Polen, Frankreich und Großbritannien zogen damals auf den Schlossberg, um für nationale Einheit und Freiheit sowie für Solidarität und Gleichheit in Deutschland und Europa zu demonstrieren.

Dazu Uwe Junge, Vorsitzender der AfD-Fraktion Rheinland-Pfalz: „Beim Hambacher Fest 1832 wurde die schwarz-rot-goldene Fahne, wie wir sie heute kennen, erstmals geführt und wurde das Symbol für eine deutsche Republik. Das Fest, das von den Burschenschaftern Wirth und Siebenpfeiffer initiiert und abgehalten wurde, kann als Wiege der deutschen Demokratie, zur Einigung Deutschlands und zur Schaffung eines Nationalstaates angesehen werden. Was sich damals das Bürgertum wünschte, eine Verfassung und die demokratische Gestaltung des Staates, darf nicht von der SPD geführten Landesregierung, die erst kürzlich unsere Initiative zur ‚Direkten Demokratie‘ abgelehnt hatte, für sich beschlagnahmt werden.“

Junge weiter: „Ende Oktober waren wir zu Gast auf dem Schloss um unsere Verbundenheit zu Rheinland-Pfalz, zu Deutschland und zur freiheitlichen Grundordnung zu unterstreichen. Die Reaktion der Landesregierung ließ nicht lange auf sich warten. Ministerpräsidentin Maria Luise Dreyer befürchtete, die ‚Rechtspopulisten‘ könnten deutsche Symbole besetzen und missbrauchen. Immerhin kam Frau Dreyer auf die Idee, die bevorstehenden Einheitsfeierlichkeiten im Oktober in Mainz dazu zu nutzen, die Landeshauptstadt in einem schwarz-rot-goldenen Fahnenmeer erstrahlen lassen zu wollen. Das finden wir gut. Für die AfD gilt das Hambacher Fest als ein bedeutendes Symbol der deutschen Demokratiebewegung. Wir dürfen aber nicht stehen bleiben – mehr Bürgerbeteiligung durch direkte Demokratie haben wir uns auf unsere Fahnen geschrieben, damit der Bürger mehr Mitbestimmung erhält und aktiv am demokratischen Gedanken mitarbeiten kann.“

Uwe Junge ist Vorsitzender der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz.